CHRISTOPHORUS

1GrossesWasser Muehlrad_N22 14Kaiserpalast 4Erscheinung

Christophorus – oder der Tanz um das Schwarze Meer

In einer ungewöhnlich mitreißenden Musik folgt das Oratorium CHRISTOPHORUS dem Riesen Christophorus auf seiner Reise zu sich selbst und zum Sinn des Lebens: Vom Berg Ararat nach Trapezunt, zum Kaiserhof nach Konstantinopel, durch Himmel und Hölle, bis an einen großen Fluss, wo sich ihm das Geheimnis Gottes in einem kleinen Kind offenbart.
CHRISTOPHORUS ist eine Weggeschichte, eine Pilgerreise, eine getanzte Prozession, eine Wanderung und Lebenswandlung des Protagonisten, die im mystischen „Versinken und Ertrinken“ in Gottes Herrlichkeit endet.

Musikalischer Querschnitt durch CHRISTOPHORUS:


Geblendet vom gleißenden Gletscherlicht des von Engeln mit leuchtenden Schwertern umwehrten Gipfel des Bergs Ararat, des alttestamentlichen Berges Noahs und des Bundes Gottes mit den Menschen, erwacht in dem jungen Christophorus eine große Sehnsucht; eine Sehnsucht, die ihn aufbrechen lässt zu einem Lebenslauf, der zur Irrfahrt wird und doch an sein Ziel kommt. Christophorus begegnet Gott, dem „Meer ohn´ Grund und Ende“, dem „Wunder aller Wunder“, wie ihn der Dichter Gerhard Tersteegen in dem bekannten Kirchenlied „Gott ist gegenwärtig“ beschreibt: „Ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir, lass mich ganz verschwinden, dich nun sehn und finden“. So wird die Gottesbegegnung zu Liebesnacht, der der Hochzeitstanz um das Schwarze Meer vorangeht: Ausgelassene Balkan-Folklore á la „Fanfare Ciocarlia“.
Visionärer Jenseitsmusik steht ein turbulenter Teufelsritt gegenüber, der Christophorus´ alptraumhafte Höllenfahrt und seinen Gang durch die Unterwelt – das Schattenreich seiner Seele illustriert. Christophorus´ Pilgerreise wird zur Initiation. Auf seiner Fahrt wird er erfahren und erfährt sich, Gott und die Welt immer wieder neu. Und wie ein anderer großer Suchender, nämlich Siddhartha aus Hermann Hesses gleichnamigem Roman, lässt er sich am Ende als „Fährmann“, als Mittler zwischen den Welten, an einem großen Fluss nieder, um Gott entgegen zu wachsen, so wie die zarte Blume aus Tersteegens Lied, das in diesem Oratorium eine geradezu leitmotivische Bedeutung einnimmt.

Bildergalerie Aufführung am 6. Dezember 2013 in der Ordenskirche Bayreuth St. Georgen

Besetzung:
 4-stimmiger gemischter Chor, Solosopran, Sprecher;
Orchester: Streicher, zwei Trompeten, Schlagwerk, Orgel;
Balkantrio:
Klarinette, Akkordeon, Bassklarinette

Die Aufführung ist auch ohne Orchester in einer Orgelfassung möglich.

Uraufführung: 20. März 2010 in der Ordenskirche Bayreuth St. Georgen

Dirigent bewegt

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