Uraufführung

Am Dienstag, den 19. Mai 2020 beginnen im Gemeindehaus Bayreuth St. Georgen um 19.30 Uhr die Chorproben der Kantorei Bayreuth St. Georgen für die MESSE DES KOSMOS. Herzliche Einladung zum Mitsingen!

Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. Juli 2020. Hier geht es weiter zum Kartenvorverkauf.

MESSE DES KOSMOS
Ewig – Zeit – Weisheit – Spiel

Nach vielen erfolgreich aufgeführten Oratorien, Musicals und Kirchenopern hat der Bayreuther Kirchenmusiker Michael Lippert mit der MESSE DES KOSMOS als nunmehr neuntes größeres Werk seine erste Messe für Chor und Orchester komponiert; eine Messe, die sich am traditionellen Messordinarium, also Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei orientiert, dieses aber weiterführt und zu einer die ganze Schöpfung einbeziehenden Dimension hin öffnet.

Das inhaltliche Konzept der MESSE DES KOSMOS erarbeitete die Theologieprofessorin und Schöpfungstheologin Brigitte Enzner-Probst aus Bibelworten der Schöpfungsgeschichte, der Offenbarung des Johannes, aus liturgischen Texten und Gebeten sowie Zitaten von Hildegard von Bingen und Pierre Teilhard de Chardin (Der Mensch im Kosmos).
„Und Gott sprach!“ Aus dem Urklang seines Wortes strömt der Kosmos hervor.
Die Erschaffung der Welt wird dabei als gewaltiges Geburtsgeschehen beschrieben, das sich in den insgesamt neun Sätzen der Messe vollzieht und sich in einer symphonisch dichten Musik entfaltet, einer Musik, die Elemente der Minimal-Music mit Gesängen der orthodoxen Kirche und den rhythmischen Klangfiguren eines großen  Glockengeläutes verbindet und zu einer mitreißenden spirituellen Erfahrung werden lässt: Mantra-Meditation des Kyrie, Lobpreis der tanzenden Schönheit Gottes im Gloria, Glockenspiel und Gebetsglockenläuten im Credo, entrückte Heiterkeit im Sanctus und kontemplative Anschauung des geheimnisvollen Geschenks des Daseins im Agnus Dei. Kosmisches Geläute und Halleluja-Jubel. „Siehe, ich mache alles neu!“.
Die Einheit von Gott und Mensch, Himmel und Erde, Zeit und Ewigkeit ist ein zentrales Thema der MESSE DES KOSMOS; ein Thema, das bereits in früheren Werken Michael Lipperts anklingt, so z.B. in TRÄUMENDE BÄUME, DER MÖNCH AM MEER, DIE SCHLANGENINSEL, CHRISTOPHORUS oder SONNENWINTER.
Die Liebe zur Schöpfung, deren Bewahrung und Erhalt, geht dabei einher mit der Liebe zu Gott dem Schöpfer und zu Jesus Christus. „Alles, alles ist in ihm!“
Gottesdienst, Schöpfungsspiritualität und sinnliche Erfahrung des Kosmos bilden in Michael Lipperts MESSE DES KOSMOS eine Einheit, was auch auf einer orthodoxen Pfingstikone vom heiligen Berg Athos dargestellt wird: Der Geist Gottes ergießt sich in Strömen und Zungen auf die Apostel, in deren Mitte, sozusagen als Zentrum, umrahmt von den Aposteln, der personifizierte Kosmos erstrahlt.
Die Schöpfungsmystik der Ostkirche ist in vielerlei Hinsicht in die MESSE DES KOSMOS eingeflossen, einer Messe, die im Sog einer bewegten und bewegenden Musik in das Schöpfungsgeschehen hineingleiten und Teil und Anteil des Ganzen werden lässt.